Eurobarometer-Umfrage: Digitale Kompetenzen sind grundlegende Kompetenzen

Die Flash-Eurobarometer-Umfrage zeigt breiten EU-Konsens zur Bedeutung digitaler Kompetenzen und beleuchtet Rolle der Lehrkräfte sowie Chancen und Risiken von Technologie und KI in der Bildung.

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Die Flash-Eurobarometer-Umfrage „Zukünftige Anforderungen an die digitale Bildung“ zeigt, dass unter den EU-Bürger*innen ein starker Konsens hinsichtlich der Bedeutung der Vermittlung digitaler Kompetenzen auf allen Ebenen besteht.

Sie gibt Aufschluss über die Ansichten der EU-Bürger*innen zur Bedeutung der Vermittlung digitaler Kompetenzen, zur Rolle der Lehrkräfte bei der Förderung des digitalen Wohlbefindens der Lernenden sowie zu den Risiken und Vorteilen des Einsatzes von Technologie in der Bildung, einschließlich Künstlicher Intelligenz (KI).

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

  • 92 % der Europäer*innen sind der Meinung, dass digitale Kompetenzen auf allen Bildungsebenen vermittelt werden sollten.
  • 78 % sind der Meinung, dass digitale Kompetenzen die gleiche Aufmerksamkeit erhalten sollten wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.
  • 80 % sind der Meinung, dass digitale Kompetenz zum Schutz vor Misinformationen und Desinformation im Internet beiträgt.
  • 69 % befürworten ein Verbot von Smartphones in Schulen, während 87 % den Einsatz von speziell für das Lernen entwickelten digitalen Technologien befürworten.
  • 81 % der Lehrkräfte sind der Meinung, dass sie über die erforderlichen Kompetenzen verfügen sollten, um KI, einschließlich generativer KI, zu nutzen und zu verstehen.
  • 88 % der Lehrkräfte und 87 % der Eltern und Familien sind sich einig, dass Kinder im Umgang mit Technologie geschult und dabei unterstützt werden sollten, Kompetenzen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Technologie zu entwickeln.

Diese Ergebnisse unterstreichen die wachsende Erkenntnis, dass die Vermittlung digitaler Kompetenzen notwendig ist und dass es wichtig ist, KI in Bildungskontexte (wie Lehrpläne, Medienkompetenzrahmen) zu integrieren.

Bedarf an Leitlinien für den Einsatz von KI im Bildungswesen

Der angemessene Einsatz von KI im Bildungswesen ist ein Thema, das bei den europäischen Bürgern*innen auf großes Interesse stößt, aber auch Besorgnis hervorruft. Mehr als die Hälfte erkennt an, dass diese Technologie sowohl Vorteile als auch Herausforderungen für das Lehren und Lernen mit sich bringt, und fordert eine weitere Untersuchung und Bewertung dieser Aspekte. Lehrkräfte werden als wichtige Akteure des Wandels angesehen: 81 % sind der Meinung, dass Lehrer*innen über die erforderlichen Kompetenzen verfügen sollten, um KI, einschließlich generativer KI, anzuwenden und zu verstehen.

Förderung des digitalen Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit von Lernenden

92 % der Befragten stimmen zu, dass Schulen ihren Schüler*innenn beibringen sollten, wie sie mit den Auswirkungen digitaler Technologien (einschließlich sozialer Medien) auf ihre psychische und physische Gesundheit umgehen können. Die meisten sind sich einig, dass Lehrkräfte (88 %) sowie Eltern und Familien (87 %) ebenfalls eine wichtige Rolle dabei spielen, Kindern die Fähigkeiten zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, die für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Technologie erforderlichen Kompetenzen zu entwickeln.

Nächste Schritte

Die Eurobarometer-Umfrage wird in die Bemühungen der Europäischen Kommission zur Stärkung der digitalen Bildung in der EU einfließen – 2026 wird die Kommission im Rahmen der Union der Kompetenzen ein Bildungspaket verabschieden, das einen Fahrplan für 2030 zur Zukunft der digitalen Bildung und Kompetenzen enthält.

Geltungsbereich
Deutschland
Publikationstyp
News-Ankündigung Studie