Die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und eine von insgesamt 14 Landesmedienanstalten in Deutschland. Sie übernimmt als unabhängige Medienaufsicht Aufgaben, die sich aus gesetzlichen Grundlagen wie dem Medienstaatsvertrag, dem Jugendmedienschutzstaatsvertrag und dem Saarländischen Mediengesetz ergeben.
Zu den zentralen Aufgaben der LMS gehört die Sicherstellung der Meinungsvielfalt in den Programmen privater Rundfunkveranstalter. Darüber hinaus überwacht sie die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, etwa im Bereich Jugendmedienschutz, Werbung und Sorgfaltspflichten in Rundfunk-, Internet- und Social-Media-Angeboten. Auch die Vergabe von Sendekapazitäten sowie die Zulassung privater Anbieter fallen in ihren Zuständigkeitsbereich.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Medienstandorts Saarland. Die LMS initiiert und begleitet Projekte, organisiert Veranstaltungen und unterstützt die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Medienbereich. Zudem vermittelt sie Wissen für einen aktiven und reflektierten Umgang mit Medien und richtet sich dabei an unterschiedliche Zielgruppen. Ergänzend analysiert sie Entwicklungen im Medienbereich durch Studien und wirkt beratend bei politischen Entscheidungsprozessen mit.
Die Organisation der LMS umfasst den ehrenamtlich tätigen Medienrat sowie die Direktorin mit der Verwaltung. Insgesamt beschäftigt die LMS rund 29 Mitarbeiterinnen, ergänzt durch Praktikantinnen, Auszubildende und Teilzeitkräfte.
Finanziert wird die LMS überwiegend aus Mitteln des Rundfunkbeitrags. Grundlage ist der Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag, der den Landesmedienanstalten einen festen Anteil am Beitragsaufkommen zuweist.