Neue Förderung zur Stärkung digitale Kompetenzen geringqualifizierter Beschäftigter

Die neue Förderrichtlinie unterstützt praxisnahe Ansätze, mit denen digitale Kompetenzen geringqualifizierter Beschäftigter im Arbeitsprozess gestärkt werden. Antragsfrist: 30.09.2026

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Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern Arbeitsprozesse in nahezu allen Branchen. Die damit verbundenen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind jedoch ungleich verteilt. Mit der Förderrichtlinie Digitale Kompetenzen geringqualifizierter Beschäftigter im Arbeitsprozess stärken“ (DiKAp) will das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geringqualifizierten Beschäftigten und Beschäftigten in einfachen Tätigkeiten eine umfassende Teilhabe an diesem Wandel ermöglichen. Die Förderrichtlinie wurde am 22. Juli 2026 veröffentlicht.

Digitale Kompetenzen direkt im Arbeitsprozess stärken

Ziel der Förderung ist es, praxisnahe Ansätze zu entwickeln und zu erproben, die digitale Fähigkeiten der Zielgruppe nachhaltig stärken. Gefördert werden integrierte Qualifizierungsansätze, die Kompetenzentwicklung, zielgruppengerechte Ansprache und anschlussfähige Kompetenznachweise miteinander verbinden.

Dazu gehören innovative Lehr- und Lernkonzepte, die den Aufbau digitaler Kompetenzen direkt im Arbeitsprozess und für den Arbeitsmarkt unterstützen. Die Projekte sollen die digitalen Anforderungen konkreter beruflicher Tätigkeiten aufgreifen und geeignete Wege entwickeln, um geringqualifizierte Beschäftigte anzusprechen und einzubeziehen. Mögliche Ansätze sind kurze arbeitsplatznahe Lernmodule, Angebote zur Lernbegleitung und modulare Kompetenznachweise.

Erworbene Kompetenzen sollen nachvollziehbar dokumentiert und für weitere Qualifizierungsschritte nutzbar gemacht werden. Die Bildungsmaßnahmen sollen zudem für einen weiterführenden Qualifikationserwerb genutzt werden können und im Bildungssystem anschlussfähig sein.

Schwerpunkt auf KMU und Weiterbildung

DiKAp unterstützt die Ziele der Nationalen Weiterbildungsstrategie und ist Teil der altersübergreifenden digitalen Kompetenzoffensive des Bundes. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie auf überbetrieblichen Lösungen, die KMU den Zugang zu Qualifizierung erleichtern. Die Projekte sollen zugleich Betriebe und Beschäftigte zur Teilnahme an Weiterbildung motivieren.

Inhaltlich knüpft die Förderrichtlinie unter anderem an das Programm der „Weiterbildungsmentorinnen und -mentoren“ sowie an die BMBFSFJ-Innovationswettbewerbe INVITE, InnoVET und InnoVET Plus an.

Förderung und Antragstellung

Bis 2030 werden Entwicklungsprojekte gefördert. Antragsberechtigt sind juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, darunter Weiterbildungs- und Beratungseinrichtungen, Kammern, Wirtschafts-, Branchen- und Berufsverbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) übernimmt die fachliche und administrative Begleitung des Förderprogramms. Ein ergänzendes Metavorhaben begleitet die Entwicklungsprojekte wissenschaftlich, untersucht Erfolgsfaktoren und Hemmnisse und unterstützt Vernetzung und Ergebnistransfer.

Projektskizzen und Anträge können bis zum 30. September 2026 beim BIBB eingereicht werden. Das BIBB und BMBFSFJ bieten Informationsveranstaltungen zur neuen Förderrichtlinie an: https://www.bibb.de/de/223941.php.

Geltungsbereich
Deutschland
Initiativentyp
Nationale Initiative
Finanzierungsart
Zuschuss