Open-Source-Wettbewerb 2026: Einreichungen für Verwaltungsprojekte noch bis Ende Juni möglich

Open-Source-Projekte in der Verwaltung gesucht: Der Open-Source-Wettbewerb 2026 macht erfolgreiche Lösungen sichtbar und fördert den Austausch. Einreichungsfrist: 30.06.

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Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) übernimmt 2026 erneut die Schirmherrschaft für den Open-Source-Wettbewerb der Open Source Business Alliance (OSBA). Mit der Initiative sollen Open-Source-Projekte aus der öffentlichen Verwaltung sichtbar gemacht und deren Beitrag zur digitalen Transformation sowie zur digitalen Souveränität hervorgehoben werden.

Der Wettbewerb richtet sich an Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Gesucht werden Projekte, die digitale Verwaltungsprozesse verbessern, die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung unterstützen und einen Beitrag zu offenen, digitalen Lösungen leisten. Projektvorschläge können noch bis zum 30. Juni 2026 eingereicht werden.

Nach Angaben des Bundesministeriums steht Open Source für Offenheit, Zusammenarbeit und Transparenz. Der Wettbewerb soll zeigen, wie gemeinschaftlich entwickelte digitale Lösungen zur Modernisierung der Verwaltung beitragen können.

Sichtbarkeit für Open-Source-Lösungen in der Verwaltung

Mit dem Wettbewerb werden erfolgreiche Open-Source-Implementierungen in der öffentlichen Verwaltung gewürdigt. Ziel ist es, Beispiele aus der Praxis sichtbar zu machen, den Austausch über erfolgreiche Ansätze zu fördern und die Verbreitung offener Technologien zu unterstützen.

Die Open Source Business Alliance verweist darauf, dass in Bund, Ländern und Kommunen zahlreiche Open-Source-Lösungen entstehen. Der Wettbewerb bietet diesen Projekten eine Plattform, um ihre Erfahrungen und Ergebnisse einem breiteren Fachpublikum zugänglich zu machen.

Die vier Kategorien des Wettbewerbs sind:

  • Fachverfahren: Open Source-Lösungen, die Verwaltungsleistungen für Bürger und Unternehmen effizienter gestalten und digitale Prozesse transparent sowie serviceorientiert unterstützen.
  • Interne Verwaltungs­anwendungen: Open Source-Lösungen, die interne Prozesse in der Verwaltung, öffentlichen Unternehmen und Institutionen effizienter und moderner gestalten.
  • Transformation: Open Source-Strategien, die digitale Prozesse in der Verwaltung nachhaltig modernisieren und organisatorische Strukturen zukunftsfähig weiterentwickeln.
  • Künstliche Intelligenz: Open Source-basierte KI-Lösungen, die Daten intelligent analysieren, Verwaltungsprozesse unterstützen und fundierte Entscheidungen vorbereiten.

Die Gewinnerprojekte werden am 15. Oktober 2026 im Rahmen der Smart Country Convention in Berlin ausgezeichnet.

Beteiligte Organisationen

Ideeller Träger der Initiative ist das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS). Das 2022 gegründete Kompetenz- und Servicezentrum unterstützt Bund, Länder und Kommunen dabei, ihre digitale Handlungsfähigkeit zu stärken und den Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung voranzubringen.

Organisatorisch und finanziell wird der Wettbewerb von SUSE und Capgemini unterstützt. Die Open Source Business Alliance koordiniert die Initiative als Veranstalterin.

Der Open-Source-Wettbewerb 2026 soll dazu beitragen, bestehende Projekte sichtbar zu machen und den Erfahrungsaustausch über offene Technologien innerhalb der öffentlichen Verwaltung zu fördern. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Projekteinreichung stehen auf der Wettbewerbswebsite zur Verfügung.

Geltungsbereich
Deutschland
Themen
Digitale Transformation