Österreich hat das offizielle „DigComp 3.0 AT“ veröffentlicht und sein nationales Referenzrahmenwerk für digitale Kompetenz aktualisiert. Das neue Modell ist eng an das europäische DigComp 3.0-Rahmenwerk angelehnt und beschreibt digitale Kompetenz anhand von 5 Kompetenzbereichen, 21 Einzelkompetenzen und mehr als 500 Lernergebnissen. Diese Lernergebnisse machen das Rahmenwerk für die Lehrplanentwicklung, die Kompetenzbewertung und die Zuordnung von Bildungs- und Ausbildungsangeboten praxisnaher.
Wo die europäischen Lernergebnisse nicht spezifisch genug waren, wurden zusätzliche Formulierungen für den österreichischen Kontext entwickelt, wobei eine enge Anlehnung an das europäische Modell beibehalten wurde.
Vorteile für Europa und den DACH-Raum
Die stärkere Angleichung zwischen DigComp 3.0 AT und dem europäischen Modell fördert ein gemeinsames Verständnis von digitaler Kompetenz über Grenzen hinweg. Es erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Bildungsanbietern, Arbeitgebern, Behörden und politischen Entscheidungsträgern und trägt zu transparenteren Lernwegen und Qualifikationen bei.
Als offizielle deutschsprachige Adaption ist DigComp 3.0 AT zudem eine wertvolle Ressource für Akteure in ganz Österreich, Deutschland, der Schweiz und dem gesamten DACH-Raum. Es macht den europäischen Rahmen für deutschsprachige Nutzer zugänglicher und kann die Entwicklung vergleichbarer Lehrpläne, Kompetenzbeschreibungen und Lernergebnisse unterstützen.
Der aktualisierte Nationale Referenzrahmen setzt das Modell in praktische Anwendungen um, darunter Lehrplanentwicklung, Kompetenzbewertung, Personalentwicklung, Förderstrategien und die Erfassung von Bildungs- und Ausbildungsangeboten. Er stärkt somit sowohl die nationale Umsetzung als auch Österreichs Beitrag zu einem kohärenten europäischen Ökosystem für digitale Kompetenzen.
