KI-Kompetenzen gewinnen auf dem Arbeitsmarkt an Bedeutung

Die Randstad-Studie „Age of Augmentation“ zeigt: KI-Kompetenzen führen zu höheren Gehältern, gleichzeitig erschwert der Fachkräftemangel die Besetzung von KI-Stellen und bremst den Ausbau von KI in Unternehmen.

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Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt zunehmend. Die Studie „Age of Augmentation“ von Randstad, die auf der Auswertung von mehr als 35 Millionen Stellenanzeigen weltweit basiert, zeigt, dass KI-Kompetenzen sowohl die Karriereentwicklung als auch die Nachfrage nach Fachkräften beeinflussen. Für Deutschland wurden rund 2,4 Millionen Stellenanzeigen analysiert.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Beschäftigte mit nachgewiesenen KI-Kompetenzen in verschiedenen Berufsfeldern höhere Gehälter erzielen als vergleichbare Fachkräfte ohne entsprechende Kenntnisse. So liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Softwareingenieurinnen mit KI-Kompetenzen bei rund 60.000 Euro, während Berufseinsteigerinnen ohne KI-Erfahrung durchschnittlich etwa 50.000 Euro verdienen. Auch in anderen Berufsfeldern zeigen sich vergleichbare Unterschiede: Finanzanalyst*innen erreichen durchschnittlich rund 64.000 Euro statt 51.500 Euro, Beschäftigte im Kundenservice etwa 37.000 Euro statt 30.000 Euro.

KI-Kompetenzen werden zum Wettbewerbsfaktor

Die Studie beschreibt den Übergang in ein neues Zeitalter der Arbeitswelt, das als „Age of Augmentation“ bezeichnet wird. Demnach werden beruflicher Erfolg und Karriereentwicklung zunehmend durch den sicheren Umgang mit KI sowie durch ausgeprägte menschliche Kompetenzen wie Kreativität, Anpassungsfähigkeit und emotionale Intelligenz geprägt. KI ersetzt dabei nicht nur einzelne Aufgaben, sondern erweitert berufliche Tätigkeiten und verändert Anforderungen an Fachkräfte und Unternehmen.

Nach Einschätzung von Randstad reicht die Einführung neuer Technologien allein nicht aus. Entscheidend sei vielmehr, Beschäftigte kontinuierlich weiterzubilden und den Aufbau entsprechender Kompetenzen innerhalb der Organisationen zu fördern.

Fachkräftemangel bremst den KI-Ausbau

Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass Unternehmen in Deutschland Schwierigkeiten haben, offene Stellen im KI-Bereich zu besetzen. Besonders deutlich wird dies bei spezialisierten Positionen: Für KI-Architektinnen beträgt die durchschnittliche Besetzungszeit 69 Tage. Nur in Japan dauert die Besetzung vergleichbarer Stellen länger. Auch Machine-Learning-Ingenieurinnen werden in Deutschland im internationalen Vergleich überdurchschnittlich lange gesucht.

Nach Angaben der Studie können unbesetzte Stellen die Umsetzung von KI-Projekten verzögern und zu Produktivitätsverlusten führen. Vor diesem Hintergrund verweist Randstad auf die Bedeutung interner Qualifizierung. Der Aufbau von KI-Kompetenzen innerhalb der bestehenden Belegschaft könne dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Unternehmen bei der Einführung KI-gestützter Anwendungen zu unterstützen.

Über die Studie

Die Studie basiert auf Stellenanzeigen aus dem Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. März 2026 und umfasst Analysen für elf Länder, darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, die USA und Japan.

Geltungsbereich
Deutschland
Themen
Künstliche Intelligenz