EU-Rat ergreift Maßnahmen gegen Fachkräftemangel: ertmalige Empfehlung

Erstmals empfiehlt die EU gezielte Maßnahmen zum Fachkräftemangel: Bildung, MINT, Partnerschaften und Investitionen sollen ihne mindern und Wettbewerbsfähigkeit stärken.

01

Der Rat der Europäischen Union hat eine Empfehlung zum Humankapital angenommen, die den Mitgliedstaaten dabei helfen soll, Fachkräftemangel und Arbeitskräftemangel in Schlüsselbranchen zu bekämpfen, wobei der Schwerpunkt auf der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Widerstandsfähigkeit liegt.

Die Empfehlung konzentriert sich auf:

  • Strategische Sektoren: Bekämpfung von Engpässen in den Bereichen Digitalisierung, Gesundheit, Landwirtschaft und Bildung. 
  • Ausbildungspartnerschaften: Förderung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Ausbildungsanbietern und öffentlichen Arbeitsverwaltungen. 
  • Grundkompetenzen: Förderung der Lese- und Schreibfähigkeit, digitaler Kompetenzen und des Zugangs zu Bildung für alle Altersgruppen. 
  • Berufsbildung und MINT: Steigerung der Attraktivität und Inklusivität der beruflichen Bildung und der MINT-Fächer, insbesondere für unterrepräsentierte Gruppen. 
  • Investitionen und Daten: Förderung öffentlicher und privater Finanzmittel sowie Nutzung von Daten zur Prognose des Qualifikationsbedarfs. 

 „Das Humankapital ist Europas größtes Kapital. Angesichts anhaltender Arbeitskräftemangel und Qualifikationslücken, die strategische Sektoren von der Gesundheit bis hin zu digitalen Technologien betreffen, stellt die heutige Empfehlung einen entscheidenden Schritt dar, um unsere Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und den sozialen Zusammenhalt zu stärken, indem wir effektiver in das Wissen, die Fähigkeiten und das Potenzial der Menschen investieren.“ – Marinos Moushouttas, Arbeitsminister, Republik Zypern.

Dies ist die erste Empfehlung des Rates der EU zum Humankapital, in der dessen Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit und die langfristige Widerstandsfähigkeit der europäischen Arbeitskräfte hervorgehoben wird.

Geltungsbereich
Europäische Union