Mit dem Civic Coding-Accelerator 2026 unterstützt die Initiative „Civic Coding – Innovationsnetz KI für das Gemeinwohl“ die Entwicklung und Umsetzung gemeinwohlorientierter KI-Lösungen für konkrete Herausforderungen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Der Accelerator richtet sich an Teams, die bereits über eine bestehende KI-Lösung oder einen funktionsfähigen Prototyp verfügen und diesen gemeinsam mit einer Organisation aus der Zivilgesellschaft weiterentwickeln möchten.
Viele Organisationen, darunter Vereine oder Wohlfahrtsverbände, stehen vor Aufgaben, bei denen Künstliche Intelligenz unterstützen kann – etwa bei der Ansprache von Zielgruppen, der Bereitstellung von Informationen oder der Unterstützung von Beratungs- und Engagementangeboten. Häufig fehlen jedoch die notwendigen Ressourcen, technisches Know-how oder geeignete Technologiepartner. Hier setzt das Programm an, indem es zivilgesellschaftliche Organisationen und KI-Projektteams zusammenbringt.
Zusammenarbeit im Tandem
Kern des Programms ist ein Matchmaking-Prozess, bei dem gemeinwohlorientierte KI-Projekte mit passenden Herausforderungen aus der Zivilgesellschaft verknüpft werden. Die ausgewählten Tandems arbeiten über einen Zeitraum von drei Monaten gemeinsam an einer konkreten Lösung.
Begleitet wird dieser Prozess durch Co-Creation-Workshops, Community-Calls sowie individuelle Projektberatung. Expert*innen unterstützen die Teilnehmenden in den Bereichen KI, Daten und Dateninfrastrukturen, Strategie und Organisation sowie AI-Literacy und Governance. Darüber hinaus werden die Tandems bei der Entwicklung von Umsetzungs- und Verstetigungsstrategien begleitet.
Programmablauf und Teilnahme
Das Programm läuft von Mitte September bis Mitte Dezember 2026. Zu den festen Bestandteilen gehören Online-Workshops, Community-Formate, ein Pitch-Training sowie die Abschlussveranstaltung „Pitch & Connect“ im November 2026 in Berlin. Dort präsentieren die Tandems ihre erarbeiteten Lösungen Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Förderlandschaft.
Die Teilnahme am Accelerator ist kostenfrei. Neben den gemeinsamen Veranstaltungen stehen den Projektteams bis zu 45 Stunden individuelle Projektberatung zur Verfügung.
Auswahlkriterien
Berücksichtigt werden Projekte, die einen nachvollziehbaren Lösungsansatz für eine Herausforderung der Zivilgesellschaft bieten, bereits Künstliche Intelligenz einsetzen und mindestens über einen funktionierenden Prototyp verfügen. Zudem dürfen die Projekte nicht in die Kategorie „Inakzeptables Risiko“ des EU AI Acts fallen.
Als weitere positive Kriterien nennt Civic Coding einen Open-Source-Ansatz, Übertragbarkeit auf weitere Anwendungsfelder sowie eine Auseinandersetzung mit den Anforderungen und Auswirkungen des AI Acts.
Bewerbungen für den Civic Coding-Accelerator 2026 sind vom 15. Juni 2026 bis zum 31. Juli 2026 möglich.
