Der Frauenanteil in Informatik- und anderen IKT-Berufen ist zwischen 2015 und 2025 in nahezu allen Altersgruppen gestiegen. Die Entwicklung unterscheidet sich jedoch nach Alter. Eine deutliche Erhöhung des Frauenanteils verzeichneten insbesondere die 25- bis unter 35-Jährigen sowie die 35- bis unter 45-Jährigen, während die Veränderungen in den übrigen Altersgruppen moderater ausfielen. Das zeigt das Daten-Special von Tech2Stay.
Höchster Frauenanteil bei den 25- bis unter 35-Jährigen
Im Jahr 2025 waren Frauen vor allem in den jüngeren und mittleren Altersgruppen vertreten. Unter den 25- bis unter 35-jährigen IT-Beschäftigten befanden sich 75.170 Frauen. Ihr Anteil an allen Beschäftigten dieser Altersgruppe lag bei 22,3 Prozent.
Bei den 35- bis unter 45-Jährigen waren es knapp 64.000 Frauen. Sie erreichten einen Frauenanteil von 19,1 Prozent. Damit machten Frauen in diesen beiden Altersgruppen jeweils etwa ein Fünftel der Beschäftigten aus.
In den höheren Altersgruppen lagen die Anteile darunter: Bei den 45- bis unter 55-Jährigen betrug der Frauenanteil rund 16,2 Prozent, bei den 55- bis unter 65-Jährigen etwa 16,6 Prozent.

Unterschiede zwischen den IT-Berufsgruppen
Auch bei der Betrachtung einzelner IT-Berufsgruppen zeigt sich 2025 ein einheitliches Muster: In allen vier untersuchten Berufsgruppen hatten die 25- bis unter 35-Jährigen den höchsten Frauenanteil. Mit knapp 30 Prozent war der Anteil in dieser Altersgruppe im Bereich „IT-Systemanalyse, Anwenderberatung, IT-Vertrieb“ am höchsten.
In der „Informatik“ betrug er 22,6 Prozent, in der „IT-Netzwerktechnik, -koordination, -administration und -organisation“ 22,1 Prozent und in der „Softwareentwicklung und Programmierung“ 17,4 Prozent.
Die 35- bis unter 45-Jährigen erreichten in allen vier Berufsgruppen den zweithöchsten Frauenanteil. In „IT-Systemanalyse, Anwenderberatung und IT-Vertrieb“ lag dieser bei rund 25 Prozent, in „Softwareentwicklung und Programmierung“ bei 13,9 Prozent.

Über Tech2stay
„Tech2stay – Frauen in der IT stärken und halten“ ist ein Verbundprojekt der Hochschule Heilbronn, des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. und der Gesellschaft für Informatik e. V. Das Projekt erforscht Gründe, aus denen weibliche Fachkräfte die IT-Branche verlassen, und entwickelt darauf aufbauend Maßnahmen zur Förderung ihres Verbleibs. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Frauen in der IT langfristig zu verbessern.
Es wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. ist Mitglied im Nationalen Bündnis Digitale Kompetenzen für Beruf und Alltag.
